Subventionen machen abhängig
Boss und Porsche stellten im Pforzheim VolksbankHaus ihre Philosophien vor
Mit einem Geschäftsevent zum Thema "Hugo Boss und Porsche - Zahlen und Zukunftsperspektiven" ist Ulrike Pia Moosmann ein außergewöhnlicher Coup gelungen. Denn im exklusiven Rahmen präsentierte die Mall-Managerin gemeinsam mit ihrem Team gleich zwei der renommiertesten heimischen Aktiengesellschaften im Atrium des Volksbank-Hauses.
Sowohl Manfred Ayasse von der Porsche AG als auch Christoph Loehrke von der Hugo Boss AG konnten mit der Darstellung der jeweiligen aktuellen Geschäftszahlen die zahlreichen Zuhörer in Erstaunen versetzen. Allein die Imagefilme der beiden erfolgreichen Unternehmen in Mode- und Autowelt waren den Publikumsreaktionen entsprechend sehens- und hörenswert. Ebenso wurden sehr viele Ähnlichkeiten im jeweiligen Entwicklungsweg deutlich. Sowohl bei Boss als auch bei Porsche trennte man sich von fundamentierten Firmenphilosophien. "Um einen Negativtrend entgegenzuwirken", begründete Christoph Loehrke, Investor der Hugo Boss AG.
So sei zwar "Boss Man" mit 4500 Einzelhandelsgeschäftsstellen in 102 Ländern nach wie vor der größte Umsatzmarkt, allerdings wird hier ein Wandel zu mehr Freizeitkleidung vollzogen. "Jede dritte Frau kauft den Anzug ihres Mannes", betonte Loehrke mit Blick auf den ziemlich jungen Geschäftszweig "Boss Woman".
Mittlerweile werden in den 650 Geschäften in 58 Ländern Kleidung und Accessoires, Schuhe und Lederwaren für Frau angeboten, auch hier nimmt der Wunsch nach noch mehr hochwertiger Freizeitkleidung zu.
"Die positiven Trends setzen sich fort", konnte auch Manfred Ayasse, Investor Relation der Porsche AG Stuttgart, informieren. Für die Mitarbeiter lägen die Verträge mit einer Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahre 2010 unterschriftsreif bereit. "Keine Subventionen, weil diese abhängig machen", stellte Ayasse eine der grundlegendsten Firmenphilosophien vor, an der nie gerüttelt worden sei. Verabschiedet hatte sich Porsche allerdings schon vor über zehn Jahren von der Idee, dass jede einzelne Baureihe auch mit den ureigensten Bauteilen ausgestattet sein müsste. Gemeinsam mit japanischen Beratern wurde auf diesem Gebiet eine Trendwende vollzogen, seither werden beim Autohersteller kontinuierlich steigende Gewinne erzielt. "Allein vom Porsche Cayenne konnten im vergangenen Jahr 10 000 Exemplare mehr als erwartet verkauft werden", sagte Ayasse.
Bericht:
Michael Block / Pforzheimer Zeitung














